Supervision
und
Coaching






















1. Was ist Supervision? Was ist Coaching?
2. Es geht doch auch ohne Beratung, oder?
3. Mein Beratungskonzept und der Work-Life-Balance-Ansatz.
4. Wie läuft es konkret ab?
5. Luxus für Versager oder Angebot für Erfolgreiche?
6. Wenn sich kein Konzern kümmert? Einige Beispiele.
7. Wie steht es mit der Lebensfreude von Helfern?


1. Was ist Supervision? Was ist Coaching?

Supervision und Coaching sind spezielle Beratungsangebote für das berufliche Feld. Supervision kann einzeln, in Gruppen oder Teams erfolgen. Coaching bietet Unterstützung für Funktions- und Rollenträger - wie Manager, Sozialmanager und Freiberufler. Die Besonderheit dieser Personengruppe besteht in ihrer doppelseitigen Managementaufgabe, nämlich erstens hinsichtlich der Managementfunktion in ihrer jeweiligen Position und zweitens der Notwendigkeit, sich selbst zu managen. Eine weitere Besonderheit ergibt sich aus der Führungsposition, in der kaum noch Rückmeldungen über die Effekte eigener Vorgehensweisen zu erwarten sind, und damit ein entscheidendes Korrektiv der Verhaltenssteuerung fehlt.

2. Es geht doch auch ohne Beratung, oder?

Berufstätige aus allen Branchen und allen Hierarchieebenen sehen sich in der modernen Berufswelt mit einer ständig wachsenden Komplexität ihrer Arbeitsaufgaben, der Erhöhung ihrer Verantwortung, der Zunahme des Tempos bei gleich bleibendem Zeitbudget und geringerer Sicherheit und Berechenbarkeit der beruflichen Situation konfrontiert. Der technische Fortschritt ermöglicht immense Steigerungen der Arbeitsproduktivität. All das stellt an jeden einzelnen Berufstätigen völlig neue persönliche Anforderungen, die individuell mehr oder weniger gut geschultert werden. So werden im Bericht des Berufsverbandes Deutscher Psychologen zur Psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz in Deutschland (2008) die arbeitsbedingten Erkrankungen auf 30% aller Ausfalltage am Arbeitsplatz geschätzt. Verantwortlich für psychische Belastungen sind dem Bericht zufolge beispielsweise einseitig durchgesetzte flexible Arbeitszeiten, mangelnde Planbarkeit, Leiharbeit, Zeitarbeit, mangelnde Wertschätzung, defizitäres Führungsverhalten, Über- oder Unterforderung, fehlender oder eingeschränkter Handlungsspielraum, unzureichende Vollständigkeit der Aufgaben, mangelnde Vielfalt der Anforderungen, geringe Autonomie, fehlende Möglichkeiten der unterstützenden Kooperation, widersprüchliche Aufträge ohne individuelle Lösungsmöglichkeiten...

3. Mein Beratungskonzept und der Work-Life-Balance-Ansatz.
 
Wenn Beruf überwiegend mit Anstrengung und Belastung verbunden ist, und positive Wirkungen von Arbeit (Verdienst, Freude, Stolz, Identifikation...) nicht mehr wahrgenommen werden können, dann führt dieses Ungleichgewicht früher oder später zu Unzufriedenheit, innerer Kündigung, Dienst nach Vorschrift, Burnout und Krankheit. Hier knüpft mein Beratungskonzept an. Wir werden uns auf die Suche nach Ihrem persönlichen Weg aus dem Dilemma machen. Unser Ziel ist erreicht, wenn Sie wieder Freude an der Arbeit und Kreativität bei der Erfüllung Ihrer beruflichen und aller betrieblichen Anforderungen entwickeln können - und das bei gleichzeitiger persönlicher Zufriedenheit und Gesundheit! Es geht um das Suchen und Finden der eigenen Lebensbalance zum eigenen Wohl, das sich im Einklang und nicht im Gegensatz zum Wohl des Unternehmens, für das Sie sich engagieren, befindet. Mein Beratungskonzept basiert inhaltlich auf dem Modell zur Work-Life-Balance nach Seel (5) und Schmidt-Lellek(2). Korrespondierend mit dem integrativen Beratungsansatz nach Schreyögg (3, 4) kommen verschiedene Methoden aus dem Bereich der Klinischen Psychologie (psychotherapeutische Ansätze) und der Organisationspsychologie (Organigramme, Interaktiogramme usw.) zur Anwendung. Zentrales Anliegen meines Programms ist die Vermittlung und gemeinsame Entwicklung eines völlig neuen, auf Sie persönlich zugeschnittenen Zeit- und Selbstmanagements, das über Sinnfragen und eigene Lebensziele persönliche Wertigkeiten neu klärt, individuelle Motivation schafft und kreative Quellen wieder sprudeln lässt.

4. Wie läuft es konkret ab?

Als Supervisorin und Coach begegne ich Ihnen mit Respekt und Wertschätzung und werde offen für Ihre Sorgen und Probleme rund um das berufliche Feld sein. Den Beratungsprozess gestalte ich transparent, so dass Sie die Möglichkeit haben, eigenverantwortlich Ihre jeweiligen Entscheidungen selbst zu treffen. In einem 90-minütigen Erstgespräch präzisieren wir das Problem und vereinbaren die weitere Vorgehensweise sowie die Rahmenbedingungen für die Supervision oder das Coaching. In der Regel findet ein weiterer Termin nach 14 Tagen statt. Danach erfolgen die Treffen in einem 4-wöchigen Rhythmus. Je nach Problem und Situation dauert die Supervision ein halbes Jahr oder länger.

5. Luxus für Versager oder Angebot für Erfolgreiche?

Das Beispiel Volkswagen
(nach Christine Kaul in Lauterbach: Gesundheitscoaching 2005(1)).
Volkswagen hat bereits Ende der 1980ger Jahre die Zeichen der Zeit erkannt und ein Gesundheitscoaching für Führungskräfte und andere besonders belastete Gruppen im Unternehmen etabliert. In den Konzernleitlinien heißt es: "Höchstleistung, persönliche Erfolgserlebnisse und Gesundheit gehören zusammen." Demnach geht es nicht nur um die Schaffung von betrieblichen Voraussetzungen für persönliche Gesundheit und Zufriedenheit, sondern genauso um die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns.
"Künftig wird die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen maßgeblich davon abhängen, wie stark sie sich für die körperliche, seelische und soziale Gesundheit ihrer Mitarbeiter einsetzen." (Nefiodow 2002)

6. Wenn sich kein Konzern kümmert? Einige Beispiele.

Beispiel Freiberufler
Freiberufler sind Einzelkämpfer. Sie gehören Berufsverbänden, Kammern und anderen Organisationen an. Jedoch für den Erhalt ihrer Arbeitskraft, ihrer Zufriedenheit und ihrer Gesundheit sind sie neben ihrer Arbeit selbst verantwortlich. Mit meinem vorliegenden Beratungsangebot richte ich mich besonders an Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens aber auch an freiberuflich Tätige anderer Professionen.

Beispiel Frauen
Frauen mit Karrierewünschen haben zusätzlich zum Beruf den familiären Alltag zu managen, woraus sich eine enorme Komplexität ihrer Aufgaben ergibt. Dabei können ihnen eigene Einstellungsmuster genauso im Weg stehen wie die bekannten gesellschaftlichen Vorurteile und Hindernisse. Mit einem speziellen Angebot möchte ich Frauen zur Auseinandersetzung mit diesen Hemmnissen einladen.

Beispiel Fünfzig Plus
Beruflich aktive Menschen jenseits der Fünfzig denken nicht ans Aufhören. Im Gegenteil, oft wünschen gerade sie sich eine neue berufliche Herausforderung. Einerseits liegt ihre große Chance in ihrem persönlichen und beruflichen Erfahrungsschatz und in neu gewonnenen Zeitreserven aufgrund der zunehmenden Selbstständigkeit der eigenen Kinder. Andererseits werden die ersten entmutigenden Einschränkungen der eigenen Belastbarkeit wahrgenommen. Mit dem vorliegenden Programm möchte ich Ihnen helfen, nicht aufzugeben und die Verwirklichung der eigenen Ziele im Blick zu behalten und anzusteuern.

Beispiel ExistenzgründerInnen
Die Gründung eines eigenen Unternehmens bedeutet für die Betreffenden einen mutigen und großen Schritt. Während sie bis dahin in Arbeits- und Ausbildungszusammenhänge eingebunden waren, die vielfältige kommunikative Möglichkeiten boten, stehen Existenzgründer nun vor der Aufgabe, alle Entscheidungen weitestgehend allein zu treffen. Im besten Fall stehen interessierte Familienangehörige oder Freunde mit Rat und Tat zur Seite. Oft gerät dieses persönliche Engagement im privaten Kreis schnell an seine Grenzen. Mit einem Coaching erhalten Sie als ExistenzgründerIn die Möglichkeit, die Anfänge ihres Unternehmens - einschließlich der Frage der Eignung als Selbstständige/r - von mir beraterisch begleiten zu lassen und eigene Entscheidungen im Dialog zu prüfen.

7. Wie steht es mit der Lebensfreude von Helfern?

Beispiel Gesundheitseinrichtungen
Supervision ist bereits in vielen Krankenhäusern, Beratungsstellen und speziellen Pflege- und Heimeinrichtungen für die verschiedenen Berufsgruppen etabliert. Das vorliegende Beratungskonzept mit seinem inhaltlich auf dem Work-Life-Balance-Ansatz beruhenden Schwerpunkt (siehe oben) verstehe ich als spezielles Angebot, persönliche Ziele des Einzelnen mit den Zielen der Einrichtung abzugleichen und - im Interesse beider Seiten - in eine sinnvolle Passung zu bringen

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